📖 Sprueche 25
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1
¶ Auch das sind Sprüche Salomos, welche hinzugesetzt haben die Männer Hiskias, des Königs von Juda:
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2
Es ist Gottes Ehre, eine Sache zu verbergen, aber der Könige Ehre, eine Sache zu erforschen.
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3
Die Höhe des Himmels und die Tiefe der Erde und der Könige Herz ist unergründlich.
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4
¶ Man entferne die Schlacken vom Silber, so macht der Goldschmied ein Gefäß daraus!
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5
Man entferne auch die Gottlosen vom König, so wird sein Thron durch Gerechtigkeit feststehen!
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6
¶ Rühme dich nicht vor dem König und tritt nicht an den Platz der Großen;
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7
denn es ist besser, man sage zu dir:«Komm hier herauf!» als daß man dich vor einem Fürsten erniedrige, den deine Augen gesehen haben.
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8
¶ Gehe nicht rasch gerichtlich vor; denn was willst du hernach tun, wenn dein Nächster dich zuschanden macht?
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9
Erledige deine Streitsache mit deinem Nächsten; aber das Geheimnis eines andern offenbare nicht!
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10
Er möchte dich sonst beschimpfen, wenn er es vernimmt, und du könntest deine Verleumdung nicht verantworten.
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11
¶ Wie goldeneÄpfel in silbernen Schalen, so ist ein Wort, gesprochen zur rechten Zeit.
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12
Wie ein goldener Ring und ein köstliches Geschmeide, so paßt eine weise Mahnung zu einem aufmerksamen Ohr.
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13
¶ Wie die Kühle des Schnees in der Sommerhitze, so erfrischt ein treuer Bote den, der ihn gesandt hat: er erquickt die Seele seines Herrn.
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14
Wie Wolken und Wind ohne Regen, so ist ein Mensch, der lügenhafte Versprechungen macht.
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15
¶ Durch Geduld wird ein Richterüberredet, und die weiche Zunge zerbricht Knochen.
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16
Hast du Honig gefunden, so iß dein Teil; doch daß du davon nichtübersatt werdest und ihn ausspeien mußt!
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17
¶ Betritt nur selten das Haus deines Freundes, damit er deiner nichtüberdrüssig werde und dich hasse!
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18
Ein Hammer, ein Schwert, ein spitzer Pfeil: so ist ein Mensch, der gegen seinen Nächsten falsches Zeugnis ablegt.
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19
¶ Auf einen treulosen Menschen ist am Tage der Not ebensoviel Verlaß wie auf einen bösen Zahn und auf einen wankenden Fuß.
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20
Wie einer, der an einem kalten Tage das Kleid auszieht oder Essig auf Natron gießt, so ist, wer einem mißmutigen Herzen Lieder singt.
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21
¶ Hungert deinen Feind, so speise ihn mit Brot; dürstet ihn, so tränke ihn mit Wasser!
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22
Denn damit sammelst du feurige Kohlen auf sein Haupt, und der HERR wird dir's vergelten.
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23
¶ Nordwind erzeugt Regen und Ohrenbläserei verdrießliche Gesichter.
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24
Besser in einem Winkel auf dem Dache wohnen, als mit einem zänkischen Weibe in einem gemeinsamen Hause!
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25
¶ Wie kühles Wasser eine dürstende Seele, so erquickt eine gute Botschaft aus fernem Lande.
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26
Ein getrübter Brunnen und ein verdorbener Quell: so ist ein Gerechter, der vor einem Gottlosen wankt.
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27
¶ Viel Honig essen ist nicht gut; aber etwas Schweres erforschen ist eine Ehre.
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28
Wie eine Stadt mit geschleiften Mauern, so ist ein Mann, dessen Geist sich nicht beherrschen kann.