📖 Psalm 102
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1
Ein Gebet des Elenden, so er betrübt ist und seine Klage vor dem HERRN ausschüttet.
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2
HERR, höre mein Gebet und laß mein Schreien zu dir kommen!
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3
Verbirg dein Antlitz nicht vor mir in der Not; neige deine Ohren zu mir; wenn ich dich anrufe, so erhöre mich bald!
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4
Denn meine Tage sind vergangen wie ein Rauch, und meine Gebeine sind verbrannt wie ein Brand.
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5
Mein Herz ist geschlagen und verdorret wie Gras, daß ich auch vergesse, mein Brot zu essen.
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6
Mein Gebein klebt an meinem Fleisch vor Heulen und Seufzen.
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7
Ich bin gleich wie eine Rohrdommel in der Wüste; ich bin gleich wie ein Käuzlein in den verstörten Stätten.
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8
Ich wache und bin wie ein einsamer Vogel auf dem Dache.
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9
Täglich schmähen mich meine Feinde; und die mich spotten, schwören bei mir.
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10
Denn ich esse Asche wie Brot und mische meinen Trank mit Weinen
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11
vor deinem Dräuen und Zorn, daß du mich aufgehoben und zu Boden gestoßen hast.
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12
Meine Tage sind dahin wie ein Schatten; und ich verdorre wie Gras.
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13
Du aber, HERR, bleibest ewiglich und dein Gedächtnis für und für.
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14
Du wollest dich aufmachen und über Zion erbarmen; denn es ist Zeit, daß du ihr gnädig seiest, und die Stunde ist kommen.
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15
Denn deine Knechte wollten gerne, daß sie gebauet würde, und sähen gerne, daß ihre Steine und Kalk zugerichtet würden;
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16
daß die Heiden den Namen des HERRN fürchten und alle Könige auf Erden deine Ehre;
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17
daß der HERR Zion bauet und erscheinet in seiner Ehre.
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18
Er wendet sich zum Gebet der Verlassenen und verschmähet ihr Gebet nicht.
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19
Das werde geschrieben auf die Nachkommen; und das Volk, das geschaffen soll werden, wird den HERRN loben.
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20
Denn er schauet von seiner heiligen Höhe, und der HERR siehet vom Himmel auf Erden,
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21
daß er das Seufzen des Gefangenen höre und losmache die Kinder des Todes,
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22
auf daß sie zu Zion predigen den Namen des HERRN und sein Lob zu Jerusalem,
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23
wenn die Völker zusammenkommen und die Königreiche, dem HERRN zu dienen.
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24
Er demütiget auf dem Wege meine Kraft; er verkürzet meine Tage.
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25
Ich sage: Mein Gott, nimm mich nicht weg in der Hälfte meiner Tage! Deine Jahre währen für und für.
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26
Du hast vorhin die Erde gegründet, und die Himmel sind deiner Hände Werk.
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27
Sie werden vergehen, aber du bleibest. Sie werden alle veralten wie ein Gewand; sie werden verwandelt wie ein Kleid, wenn du sie verwandeln wirst.
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28
Du aber bleibest, wie du bist, und deine Jahre nehmen kein Ende.