📖 Psalm 10
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1
HERR, warum trittst du so ferne, verbirgest dich zur Zeit der Not?
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2
Weil der Gottlose Übermut treibet, muß der Elende leiden. Sie hängen sich aneinander und erdenken böse Tücke.
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3
Denn der Gottlose rühmet sich seines Mutwillens, und der Geizige segnet sich und lästert den HERRN.
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4
Der Gottlose ist so stolz und zornig, daß er nach niemand fraget; in allen seinen Tücken hält er Gott für nichts.
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5
Er fähret fort mit seinem Tun immerdar; deine Gerichte sind ferne von ihm; er handelt trotzig mit allen seinen Feinden.
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6
Er spricht in seinem Herzen: Ich werde nimmermehr daniederliegen; es wird für und für keine Not haben.
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7
Sein Mund ist voll Fluchens, Falsches und Trugs; seine Zunge richtet Mühe und Arbeit an.
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8
Er sitzt und lauert in den Höfen; er erwürget die Unschuldigen heimlich; seine Augen halten auf die Armen.
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9
Er lauert im Verborgenen, wie ein Löwe in der Höhle; er lauert, daß er den Elenden erhasche, und erhaschet ihn, wenn er ihn in sein Netz zeucht.
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10
Er zerschlägt und drücket nieder und stößt zu Boden den Armen mit Gewalt.
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11
Er spricht in seinem Herzen: Gott hat's vergessen; er hat sein Antlitz verborgen, er wird's nimmermehr sehen.
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12
Stehe auf, HERR Gott, erhebe deine Hand; vergiß der Elenden nicht!
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13
Warum soll der Gottlose Gott lästern und in seinem Herzen sprechen: Du fragst nicht danach?
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14
Du siehest ja, denn du schauest das Elend und Jammer; es stehet in deinen Händen. Die Armen befehlen's dir; du bist der Waisen Helfer.
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15
Zerbrich den Arm des Gottlosen und suche das Böse, so wird man sein gottlos Wesen nimmer finden.
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16
Der HERR ist König immer und ewiglich; die Heiden müssen aus seinem Land umkommen.
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17
Das Verlangen der Elenden hörest du, HERR; ihr Herz ist gewiß, daß dein Ohr drauf merket,
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18
daß du Recht schaffest dem Waisen und Armen, daß der Mensch nicht mehr trotze auf Erden.