📖 Job 39
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1
Weißt du die Zeit, wann die Gemsen auf den Felsen gebären? Oder hast du gemerkt, wann die Hirsche schwanger gehen?
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2
Hast du erzählet ihre Monden, wann sie voll werden? Oder weißt du die Zeit, wann sie gebären?
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3
Sie beugen sich, wenn sie gebären, und reißen sich und lassen aus ihre Jungen.
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4
Ihre Jungen werden feist und mehren sich im Getreide; und gehen aus und kommen nicht wieder zu ihnen.
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5
Wer hat das Wild so frei lassen gehen? Wer hat die Bande des Wildes aufgelöset,
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6
dem ich das Feld zum Hause gegeben habe und die Wüste zur Wohnung?
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7
Es verlacht das Getümmel der Stadt; das Pochen des Treibers höret es nicht.
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8
Es schauet nach den Bergen, da seine Weide ist, und suchet, wo es grün ist.
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9
Meinest du, das Einhorn werde dir dienen und werde bleiben an deiner Krippe?
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10
Kannst du ihm dein Joch anknüpfen, die Furchen zu machen, daß es hinter dir brache in Gründen?
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11
Magst du dich auf es verlassen, daß es so stark ist, und wirst es dir lassen arbeiten?
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12
Magst du ihm trauen, daß es deinen Samen dir wiederbringe und in deine Scheune sammle?
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13
Die Federn des Pfauen sind schöner denn die Flügel und Federn des Storchs,
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14
der seine Eier auf der Erde lässet und läßt sie die heiße Erde ausbrüten.
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15
Er vergisset, daß sie möchten zertreten werden und ein wild Tier sie zerbreche.
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16
Er wird so hart gegen seine Jungen, als wären sie nicht sein, achtet es nicht, daß er umsonst arbeitet.
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17
Denn Gott hat ihm die Weisheit genommen und hat ihm keinen Verstand mitgeteilet.
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18
Zu der Zeit, wenn er hoch fähret, erhöhet er sich und verlachet beide Roß und Mann.
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19
Kannst du dem Roß Kräfte geben, oder seinen Hals zieren mit seinem Geschrei?
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20
Kannst du es schrecken wie die Heuschrecken? Das ist Preis seiner Nase, was schrecklich ist.
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21
Es stampfet auf den Boden und ist freudig mit Kraft und zeucht aus den Geharnischten entgegen.
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22
Es spottet der Furcht und erschrickt nicht und fleucht vor dem Schwert nicht,
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23
wenngleich wider es klinget der Köcher und glänzet beide Spieß und Lanze.
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24
Es zittert und tobet und scharret in die Erde und achtet nicht der Trommeten Hall.
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25
Wenn die Trommete fast klinget, spricht es: Hui! und riecht den Streit von ferne, das Schreien der Fürsten und Jauchzen.
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26
Fleuget der Habicht durch deinen Verstand und breitet seine Flügel gegen Mittag?
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27
Fleuget der Adler auf deinen Befehl so hoch, daß er sein Nest in der Höhe macht?
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28
In Felsen wohnet er und bleibt auf den Klippen an Felsen und in festen Orten.
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29
Von dannen schauet er nach der Speise, und seine Augen sehen ferne.
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30
Seine Jungen saufen Blut; und wo ein Aas ist, da ist er.