📖 Job 34
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1
Und es hob an Elihu und sprach:
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2
Hört, ihr Weisen, meine Rede, und ihr Verständigen, merkt auf mich!
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3
Denn das Ohr prüft die Rede, und der Mund schmeckt die Speise.
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4
Laßt uns ein Urteil finden, daß wir erkennen unter uns, was gut sei.
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5
Denn Hiob hat gesagt:"Ich bin gerecht, und Gott weigert mir mein Recht;
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6
ich muß lügen, ob ich wohl recht habe, und bin gequält von meinen Pfeilen, ob ich wohl nichts verschuldet habe."
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7
Wer ist ein solcher Hiob, der da Spötterei trinkt wie Wasser
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8
und auf dem Wege geht mit denÜbeltätern und wandelt mit gottlosen Leuten?
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9
Denn er hat gesagt:"Wenn jemand schon fromm ist, so gilt er doch nichts bei Gott."
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10
Darum hört mir zu, ihr weisen Leute: Es sei ferne, daß Gott sollte gottlos handeln und der Allmächtige ungerecht;
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11
sondern er vergilt dem Menschen, darnach er verdient hat, und trifft einen jeglichen nach seinem Tun.
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12
Ohne zweifel, Gott verdammt niemand mit Unrecht, und der Allmächtige beugt das Recht nicht.
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13
Wer hat, was auf Erden ist, verordnet, und wer hat den ganzen Erdboden gesetzt?
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14
So er nun an sich dächte, seinen Geist und Odem an sich zöge,
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15
so würde alles Fleisch miteinander vergehen, und der Mensch würde wieder zu Staub werden.
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16
Hast du nun Verstand, so höre das und merke auf die Stimme meiner Reden.
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17
Kann auch, der das Recht haßt regieren? Oder willst du den, der gerecht und mächtig ist, verdammen?
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18
Sollte einer zum König sagen:"Du heilloser Mann!" und zu den Fürsten:"Ihr Gottlosen!"?
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19
Und er sieht nicht an die Person der Fürsten und kennt den Herrlichen nicht mehr als den Armen; denn sie sind alle seiner Hände Werk.
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20
Plötzlich müssen die Leute sterben und zu Mitternacht erschrecken und vergehen; die Mächtigen werden weggenommen nicht durch Menschenhand.
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21
Denn seine Augen sehen auf eines jeglichen Wege, und er schaut alle ihre Gänge.
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22
Es ist keine Finsternis noch Dunkel, daß sich da möchten verbergen dieÜbeltäter.
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23
Denn er darf auf den Menschen nicht erst lange achten, daß er vor Gott ins Gericht komme.
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24
Er bringt die Stolzen um, ohne erst zu forschen, und stellt andere an ihre Statt:
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25
darum daß er kennt ihre Werke und kehrt sie um des Nachts, daß sie zerschlagen werden.
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26
Er straft sie ab wie die Gottlosen an einem Ort, da man es sieht:
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27
darum daß sie von ihm weggewichen sind und verstanden seiner Wege keinen,
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28
daß das Schreien der Armen mußte vor ihn kommen und er das Schreien der Elenden hörte.
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29
Wenn er Frieden gibt, wer will verdammen? und wenn er das Antlitz verbirgt, wer will ihn schauen unter den Völkern und Leuten allzumal?
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30
Denn er läßt nichtüber sie regieren einen Heuchler, das Volk zu drängen.
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31
Denn zu Gott muß man sagen:"Ich habe gebüßt, ich will nichtübel tun.
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32
Habe ich's nicht getroffen, so lehre du mich's besser; habe ich Unrecht gehandelt, ich will's nicht mehr tun."
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33
Soll er nach deinem Sinn vergelten? Denn du verwirfst alles; du hast zu wählen, und nicht ich. Weißt du nun was, so sage an.
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34
Verständige Leute werden zu mir sagen und ein weiser Mann, der mir zuhört:
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35
"Hiob redet mit Unverstand, und seine Worte sind nicht klug."
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36
O, daß Hiob versucht würde bis ans Ende! darum daß er sich zu ungerechten Leuten kehrt.
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37
Denn er hatüber seine Sünde noch gelästert; er treibt Spott unter uns und macht seiner Reden viel wider Gott.