📖 Psalm 109
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1
Dem Vorsänger. Von David, ein Psalm. Gott meines Lobes, schweige nicht!
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2
Denn der Mund des Gesetzlosen und der Mund des Truges haben sich wider mich geöffnet, mit Lügenzunge haben sie zu mir geredet;
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3
Und mit Worten des Hasses haben sie mich umgeben und haben wider mich gestritten ohne Ursache.
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4
Für meine Liebe feindeten sie mich an; ich aber bin stets im Gebet.
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5
Und sie haben mir Böses für Gutes erwiesen und Haß für meine Liebe.
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6
Bestelle einen Gesetzlosenüber ihn, und ein Widersacher stehe zu seiner Rechten!
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7
Wenn er gerichtet wird, gehe er schuldig aus, und sein Gebet werde zur Sünde!
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8
Seiner Tage seien wenige, sein Amt empfange ein anderer!
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9
Seine Söhne seien Waisen, und sein Weib eine Witwe!
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10
Und mögen seine Söhne umherschweifen und betteln und fern von ihren verwüsteten Wohnungen nach Brot suchen!
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11
Der Wucherer umgarne alles, was er hat, und Fremde mögen rauben seine Arbeit!
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12
Er habe niemand, der ihm Güte bewahre, und es sei niemand, der seinen Waisen gnädig sei!
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13
Seine Nachkommen mögen ausgerottet werden; im folgenden Geschlecht erlösche ihr Name!
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14
Gedacht werde vor Jehova der Ungerechtigkeit seiner Väter, und nicht werde ausgelöscht die Sünde seiner Mutter!
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15
Sie seien beständig vor Jehova, und er rotte ihr Gedächtnis aus von der Erde!
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16
Darum daß er nicht gedachte, Güte zuüben, und verfolgte den elenden und armen Mann, und den, der verzagten Herzens war, um ihn zu töten.
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17
Und er liebte den Fluch, so komme er auf ihn! Und er hatte kein Gefallen an Segen, so sei er fern von ihm!
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18
Und er zog den Fluch an wie sein Kleid, so dringe er wie Wasser in sein Inneres und wieÖl in seine Gebeine!
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19
Er sei ihm wie ein Gewand, in das er sich hüllt, und zu einem Gürtel, womit er stets sich gürtet!
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20
Das sei der Lohn meiner Widersacher von seiten Jehovas, und derer, die Böses reden wider meine Seele!
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21
Du aber, Jehova, Herr, wirke für mich um deines Namens willen; weil deine Güte gut ist, errette mich!
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22
Denn ich, ich bin elend und arm, und mein Herz ist verwundet in meinem Innern.
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23
Wie ein Schatten, wenn er sich streckt, gehe ich dahin, werde hinweggescheucht wie die Heuschrecke.
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24
Meine Knie wanken vom Fasten, und mein Fleisch ist abgemagert.
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25
Und ich, ich bin ihnen zum Hohn geworden; wenn sie mich sehen, schütteln sie ihren Kopf.
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26
Hilf mir, Jehova, mein Gott! Rette mich nach deiner Güte!
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27
Damit sie wissen, daß dies deine Hand ist, daß du, Jehova, es getan hast.
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28
Mögen sie fluchen, du aber segne! Stehen sie auf, so laß sie beschämt werden, und deinen Knecht sich freuen!
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29
Laß meine Widersacher bekleidet werden mit Schande, und in ihre Schmach sich hüllen wie in einen Mantel!
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30
Ich werde Jehova sehr preisen mit meinem Munde, und inmitten vieler werde ich ihn loben.
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31
Denn er stand zur Rechten des Armen, um ihn zu retten von denen, die seine Seele richteten.