📖 Job 23
-
1
Und Hiob antwortete und sprach:
-
2
Auch heute ist meine Klage trotzig; seine Hand lastet schwer auf meinem Seufzen.
-
3
O daß ich ihn zu finden wüßte, daß ich kommen könnte bis zu seiner Wohnstätte!
-
4
Ich würde meine Rechtssache vor ihm darlegen, und meinen Mund mit Beweisgründen füllen.
-
5
Ich würde die Worte wissen, die er mir antworten, und vernehmen, was er mir sagen würde.
-
6
Würde er in der Größe seiner Kraft mit mir streiten? Nein; er würde nur acht auf mich haben.
-
7
Alsdann würde ein Rechtschaffener mit ihm rechten, und auf ewig würde ich meinem Richter entkommen.
-
8
Siehe, gehe ich vorwärts, so ist er nicht da; und rückwärts, so bemerke ich ihn nicht;
-
9
zur Linken, während er wirkt, so schaue ich ihn nicht; er verhüllt sich zur Rechten, und ich sehe ihn nicht.
-
10
Denn er kennt den Weg, der bei mir ist; prüfte er mich, wie Gold würde ich hervorgehen.
-
11
An seinem Schritte hat mein Fuß festgehalten, und seinen Weg habe ich beobachtet und bin nicht abgebogen;
-
12
von dem Gebote seiner Lippen bin ich nicht abgewichen, ich habe die Worte seines Mundes verwahrt, mehr als meinen eigenen Vorsatz.
-
13
Doch er bleibt sich gleich, und wer kann seinen Sinnändern? Was seine Seele begehrt, das tut er.
-
14
Denn er wird vollenden, wasüber mich bestimmt ist; und dergleichen ist vieles bei ihm.
-
15
Darum bin ich bestürzt vor seinem Angesicht; erwäge ich's, so erschrecke ich vor ihm.
-
16
Ja, Gott hat mein Herz verzagt gemacht, und der Allmächtige mich in Bestürzung versetzt.
-
17
Denn nicht wegen der Finsternis bin ich vernichtet, noch weil Dunkelheit mein Angesicht bedeckt hat.